10 Fragen an… Die Fexer

  1. Wer sind „Die Fexer“?

Die Fexer sind:

  • Sophie Barth, 22, Flügelhorn
  • Daniel Barth, 25, Tuba
  • Alexander Schuhmann, 29, Trompete

Sophie und Daniel sind Geschwister. Wir kommen alle aus demselben Dorf.

 

  1. Was macht ihr beruflich?

Sophie studiert Kultur- und Freizeitmanagement, Daniel studiert Tuba und Alex ist Elektrotechnikermeister

 

  1. Wie seid ihr mit der Musik in Kontakt gekommen?

Unsere Eltern spielen seit Jahren in der ortsansässigen Blaskapelle, der Blaskapelle Berngau und als wir alt genug waren, wollten wir auch dort mitspielen und haben angefangen, ein Blasinstrument zu lernen.

 

  1. Was sind für euch die schönen und die eher negativen Seiten der Musikbranche?

Die schönen Seiten sind, dass man viel mit Leuten in Kontakt kommt, sowohl Menschen aus dem Publikum als auch anderen Musikerinnen und Musikern. Es macht Spaß zu sehen, wie man den Leuten eine Freude bereiten kann, durch die Musik, die man spielt. Es ist auch ein großes Vergnügen mit anderen Gruppen zusammenzuspielen.

Was auch eine schöne Seite der Branche ist, ist, dass sie so vielseitig ist. Wir spielen vom großen Festival, zum Blasmusikabend mit mehreren Gruppen, zu Wirtshausauftritten, Fernsehaufzeichnungen, Firmenfeiern bis zu kleinen Veranstaltungen alles. Es sind immer wieder neue Orte, neue Begegnungen, neue Herausforderungen, die das Musikerleben so spannend machen.

Die Kehrseite wird in dieser Zeit besonders deutlich. Wo keine Veranstaltungen stattfinden dürfen, treten auch keine Musiker/Künstler auf und das kann ggf. in erster Linie finanzielle Folgen haben, wenn man das hauptberuflich macht. Damit man Auftritte spielen kann, muss man auch sehr viel proben. Musik machen nimmt also auch sehr viel Zeit in Anspruch.

Es überwiegen jedoch die schönen Momente und der Spaß am gemeinsamen Musizieren, sodass die negativen Seiten schnell in den Hintergrund geraten.

 

  1. Habt ihr euch das MusikerInnenleben anders vorgestellt, als ihr es jetzt erlebt? Falls ja, welche positiven oder negativen Unterschiede gibt es zwischen Vorstellung und Realität?

Da wir anfangs nicht wussten wo hin die Reise geht und dafür nach wie vor keinen festen Plan haben, sind wir sehr positiv angetan vom Musikerdasein. Wo wir auch hinkommen treffen wir nur nette, interessante Menschen und sehr gute Musiker und es wird sich immer sehr gut um uns gekümmert. Man hat als Musiker schon irgendwie einen besonderen Status bei den Auftritten. Die Leute bewundern das Können, man hat im Backstage-Bereich seine Ruhe, die Techniker wollen es uns recht machen und am Ende des Tages bzw. des Auftritts schaut man in glückliche Gesichter. Das ist schon ein gutes Gefühl. Bis wir aber zum Auftritt kommen, haben wir teilweise schon viel Arbeit, vor allem weil wir das Booking und Management komplett selbst machen. Dann gibt es da noch unsere CDs und T-Shirts, die versendet werden müssen und ab und zu müssen wir auch noch Videos drehen, die zur Werbung dienen oder als Geburtstagsgruß für einen Fan. Aber im Großen und Ganzen haben wir die „verwaltungstechnischen“ Aufgaben ganz gut unter uns dreien aufgeteilt, sodass jeder nur einen Teil machen muss. Teamwork ist alles. 😊

 

  1. Inwiefern seid ihr durch die Corona-Pandemie eingeschränkt?

Seit dem ersten Lockdown im März 2020 wurden nach und nach alle restlichen Auftritte des Jahres abgesagt oder verschoben. Das war immer wieder sehr traurig und frustrierend. Da wir aber nur drei Musiker aus zwei Haushalten sind, hatten wir trotzdem die Möglichkeit, einige neu verabredete Auftritte und Proben zu spielen. Außerdem haben wir im April unser erstes Album veröffentlicht und waren mit dem Versand etwas beschäftigt. Wir hatten also noch ein bisschen Glück. Mal sehen, wie das neue Jahr wird.

 

  1. Welchen Wert sollte Musik eurer Meinung nach für jede/n Einzelne/n von uns haben?

Wir sehen immer wieder, dass Musik die Menschen verbindet. Die Menschen hören und leben gerne Musik, da spielt weder das Alter, die Herkunft, noch die Gesellschaftsschicht eine Rolle. Deswegen sollte man die Musik und allgemein die Kultur nicht unterschätzen oder gar vernachlässigen. Sie schafft Erlebnisse, an die man sich gerne erinnert, kann die Menschen für kurze Zeit in eine andere Welt abtauchen lassen, kann entspannen, kann zum Tanzen animieren, kann Gefühle und Emotionen wecken. Musik ist so vielseitig wie die Menschen selbst.

 

  1. Welche Bedeutung hat und hatte in eurem Leben bisher das Lernen?

In der Schule haben wir eher nur so viel gelernt, wie es sein musste. Sophie und Daniel sind Studenten, da gibt’s immer was zu lernen. Aber auch die Meisterschule von Alex hat es in sich.

In der Musik und im Leben lernt man ja sowieso nie aus, von da her bleiben wir ewig Schüler. Wir denken, es ist schon wichtig, immer wieder etwas Neues lernen zu wollen und sich selbst zu fordern, um auch einfach fit zu bleiben und sich stetig weiterzuentwickeln.

 

  1. Welche Tipps könntet ihr uns SchülerInnen anhand eurer bisherigen Laufbahn geben?

Unser Tipp ist: Egal was für ein Talent ihr habt, macht was draus! Andere hätten euer Talent vielleicht auch gerne und da wäre es eine Verschwendung, das Talent nicht zu fördern.

 

  1. Wo seht ihr euch in 10 Jahren?

Da von uns jeder beruflich etwas anderes macht, und das eventuell in weiterer Entfernung zueinander, ist das schwer zu beantworten. Wir hatten noch nie einen konkreten Plan, der besagt, „in x Jahren stehen wir hier“, oder „in x Jahren müssen wir das geschafft haben“. Wir haben es immer auf uns zukommen lassen und es war gut so. Dann baut sich kein Druck auf, der sich vielleicht einmal negativ auf uns auswirken könnte.

Es wäre schön, wenn wir auch in 10 Jahren noch zusammen spielen und einige Auftritte spielen würden. Vielleicht spielen wir aber auch gar nicht mehr zusammen, oder vielleicht sind wir in 10 Jahren große Stars. Wer weiß. 😊

 

Instagram: diefexer
Facebook: Die Fexer
Homepage: die-fexer.de

 

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