10 Fragen an… Schulsprecher Jonas Langhammer

 

Wer ist Jonas Langhammer?

Ursprünglich komme ich aus Wien. Dort habe ich gewohnt bis ich sechs Jahre alt war und habe meinen ersten Klavierunterricht erhalten. Mittlerweile bin ich 16, werde demnächst 17 und wohne seit 11 Jahren mit meinen kleineren Geschwistern in Gobelsburg, ungefähr fünfzehn Minuten von Krems entfernt. In der Unterstufe hat zunächst kaum einer gewusst, dass ich Klavier spiele und wenn sie es gewusst haben, haben mich die meisten erst am Ende der 4. Klasse spielen gehört.

Im BORG war das ein bisschen anders. Als ich beim Schulinformationstag 2016 das erste Mal das BORG betrat, stieß ich sofort auf die BigBand. In dieser spielten ein paar Bekannte von mir. Nachdem die BigBand also fertig gespielt hatte, kam einer dieser Bekannten zu mir und stellte mich den anderen vor: „Das ist Jonas, und er kann voll gut Klavier spielen“ (maßlose Übertreibung!). Von der Situation überrumpelt ließ ich mich ans Klavier drängen, das ich wenig später bespielte.

Seitdem bin ich Jonas Langhammer, der, der Klavier spielt, der Locken hat!

Was sind deine Hobbys?

Früher hat es da einige gegeben. Heute beschränken sich die Hobbys, welche ich wirklich aktiv und regelmäßig ausführe, auf die Musik. Vom schon genannten Klavierspiel, über die Orgel, die Klarinette, bis hin zu den Chören, in denen ich singe, dem Theorieunterricht, hin und wieder Wettbewerben. Falls ich allerdings doch mal Zeit für etwas Anderes finde, ist es oft das Kochen, Essen, Lesen oder Filmeanschauen. Hin und wieder findet sich ein Bleistift in meiner Hand wieder, mit dem ich versuche, skizzenhaft zu zeichnen. Das überlasse ich dann aber doch lieber den KünstlerInnen!

Warum wolltest du Schulsprecher werden?

Gute Frage! Ich glaube, da sind einige Dinge zusammengekommen:

Einerseits bin ich jemand, der sich gerne für andere einsetzt, wenn er kann. Ich bin jemand, der sich nicht gerne über Umstände beschwert, Verantwortung abwälzt und Schuldige sucht. Ich gestalte gerne mit. Gerade in der Schule ist es meiner Meinung nach wichtig, dass es eine Vertretung gibt. Eine Schülervertretung, die sich traut, Probleme anzusprechen. Eine Schülervertretung, die es aber auch versteht, zwischen SchülerInnen und LehrerInnen zu vermitteln und mit Respekt dem anderen gegenübertritt. Das ist meiner Meinung nach der Grundstein der Demokratie. Respekt und Kommunikation.

Warum, denkst du, wurdest du zum Schulsprecher gewählt?

Ich hoffe wegen meiner Punkte, die ich vorgelegt habe. Das sind alles persönliche Anliegen von mir, die ich in den letzten Jahren und Monaten auch immer wieder von anderen gehört habe. Ich hoffe, dass nicht nur ich diese teils weitverbreiteten Wünsche wahrnehme, sondern, dass diese auch in der Direktion Gehör finden. Da mache ich mir aber ehrlich gesagt keine Sorgen und freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit Frau Direktor Faltl!

Was gefällt dir besonders gut am BORG?

Die gemeinsamen Interessen! Mir war immer klar, dass ich ins BORG wechseln würde. Nach dem Schnuppertag war ich mir allerdings zu felsenfesten 100% sicher. Mir hat der Unterricht gefallen. Die Lehrer sind sehr positiv, hilfsbereit und kompetent. Das, was aber den Ausschlag gegeben hat, waren die SchülerInnen. In den Pausen sind nicht alle auf ihren Plätzen gesessen. Im Gegenteil, es wurde über Musikpräferenzen geredet, über die neuen Alben und sogar gesungen. Die gemeinsamen Interessen machen es aus.

Was würdest du am BORG verändern wollen?

Es gibt schon seit Jahren kein Schulbuffet mehr. Eine günstige Alternative gibt es in Krems nicht. Frau Direktor Faltl ist durchaus bereit, wieder ein Mittagsbuffet in die Schule zu holen. Ganz so einfach ist es aber nicht. Das erfordert eine große Organisationsarbeit, nicht nur vom SchülerInnenvertretungsteam oder der Direktion, sondern von allen Beteiligten. Abgesehen davon funktioniert ein Schulbuffet nur dann, wenn es regelmäßig viele Bestellungen gibt.

Was sind deine Ziele als Schulsprecher?

Erstrangig natürlich meine Forderungen abzuarbeiten. Wichtig ist aber auch die aktuelle Situation nicht aus den Augen zu verlieren. Falls ihr also Fragen, Anliegen oder Wünsche habt, dann schreibt uns einfach an @svborgkrems eine DM. Wir bemühen uns alle schnellstmöglich zu beantworten und zu helfen. Natürlich könnt ihr euch auch direkt an jemanden vom SV-Team, mich inkludiert, wenden.

Was sind die Aufgaben des Schulsprecher-Teams?

Ganz grundlegend gesagt: Wir vertreten die Schülerinnen und Schüler des BORG Krems. Im SGA, zum Beispiel, sitzen VertreterInnen der Schule, der Eltern und der SchülerInnen. Hier repräsentieren wir die SchülerInnen und können gemeinsam unsere Anliegen vorbringen.

Davon abgesehen kümmern wir uns um Dinge wie das Schulmerchandising oder die zwei Projekttage in der letzten Schulwoche. Das sind alles Aktionen, die die Schülervertretung den SchülerInnen freiwillig anbietet. Die Pflichten liegen aber zum Beispiel bei der SGA oder der Wahl des/der Landesschulsprecher/in.

Was hältst du vom aktuellen Schulsystem?

Meiner Meinung nach ist das System veraltet, wobei es hierbei nicht reichen würde, einfach nur die Schule zu reformieren. Da muss man in den Köpfen der ÖsterreicherInnen anfangen. Ein Beispiel: Früher war der Titel etwas Besonderes. Daher auch die Wichtigkeit. Mittlerweile ist der Titel oder ein Studium die Norm geworden. Die Universitäten können den Ansturm nicht bewältigen, die Lehrstellen bleiben frei.

Zurück zur Schule. Ja, in den letzten Jahren hat es positive Entwicklungen gegeben, wenn man sich zum Beispiel die Digitalisierung an den Schulen anschaut. Aber, ich glaube, dass das System an sich eine Reform benötigt, um das Schulsystem, das seit über 200 Jahren das selbe ist, ein bisschen up to date zu bringen. In all der Zeit ist der Lehrplan immer weiter gewachsen. Detailwissen ist immer mehr geworden. Es sollte ein Teil dieses Detailwissens gestrichen werden und mehr persönliche Spezialisierung hinzukommen. Aber das ist meine private Meinung. Wer mit mir darüber diskutieren will, ist dazu herzlich eingeladen!

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Wenn ich mir erlaube zu träumen, sehe ich mich am Dirigentenpult eines großen Orchesters. Ob dieser Traum Wirklichkeit wird, kann ich noch nicht sagen, aber ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben!

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