Die Sanduhr des Lebens

Stimme 1: Was ist das Leben? Wann beginnt es, wann hört es auf? Bin ich verantwortlich für dessen Verlauf? Ist es die Biologie, die uns erschuf, oder ist es viel mehr, vielleicht Gottes Ruf? Wieso steh‘ ich auf, jeden Tag? Was ist es, das mich treiben mag? Was kostet mich ein Lächeln, was die Wut? Womit bezahle ich?

Stimme 2: Mit unserem höchsten Gut.

Stimme 1: Was ist denn das, mein höchstes Gut? Die Freude, die Tränen, das Vertrauen, der Mut?

Stimme 2: Es ist das Leben selbst, mit dem wir bezahlen. Die Sanduhr des Lebens, eine des Menschen größter Rivalen.

Stimme 1: Und nun sag mir, was ist das Leben? Etwa die Jahre, die wie im Fluge vergehen? Ist es das Verlangen nach hohem Alter, Reife und Geld? Das unermüdliche Streben nach einer wirtschaftlich effizienteren Welt?

Stimme 2: Nein, es ist nicht die Zeit, die ich hier verbring‘. Viel mehr die Stunden, in denen ich wahrlich am Leben bin.

Stimme 1: Wahrlich am Leben, was mag das denn heißen?

Stimme 2: Nun, sag mir du doch, was das ist. Die Stunden, in denen du wahrlich am Leben bist.

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