Kippenpoesie

Gedanken

Erinnerungen an die letzte Zigarette und Narben die im Frühlingswind meinen blassen Körper zieren und vom eigenen Spiegelbild nur noch als beachtliche Silhouette meiner Selbst angesehen. Denn das was ist soll für einen Moment vergilben um alles noch einmal für eine letzte Sekunde in der rosa leuchtenden Pracht zu sehen. Um den Spiegel, indem das falsche Ich zu erblicken ist, nicht zerspringen sehen zu wollen. Ein Gefühl das einem langsam die Kehle zu schnürt weil man nicht mehr reden will, weil die Unsicherheit über das was ist langsam zu einem Tumor aus Selbsthass mutiert, du dein Spiegelbild nicht mehr betrachten willst weil es nicht deine Realität ist, weil du nicht wahrhaben willst was mit deinem Körper passiert und wie er sich entwickelt zu etwas, was du nicht bist.

Die Surrealität die dich umgibt ist eine Hülle, ein Körper der nur noch als Gefängnis dient indem du langsam aber sicher verrückt wirst. Stimmen in deinem Kopf werden lauter bis du durch die Hoffnung eines Eingriffs an deiner Hülle endlich erlöst bist. Um so betrachtet werden zu können wie es jetzt schon hätte sein sollen. Denn was jetzt ist und in Zukunft mal gewesen sein wird, wird nur noch eine blasse Erinnerung an die letzte Zigarette der Gegenwart gewesen sein.

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