Moria- Erst Albtraum, jetzt Hölle

„Das griechische Flüchtlingslager Moria befindet sich im Landesinneren der ostägäischen Insel Lesbos nahe dem Dorf Moria in der Gemeinde Mytilini. In dem für 2.800 Personen konzipierten Lager lebten zeitweilig 20.000 Menschen (März 2020); es ist Europas größtes Flüchtlingslager. Anfang September 2020 ereignete sich durch mutmaßliche Brandstiftung ein Großbrand in dem Lager, das dabei fast vollständig zerstört wurde.

Wikipedia

 

Der obige Text ist die Übersicht zu dem Wikipedia Artikel über das Flüchtlingslager Moria.

So trocken klingt das Ganze nicht wie die pure Hölle. Es sind gezielt die Fakten. 20 000 Menschen in einem Lager, das für 2 800 Personen geschaffen wurde, auf einer Insel im Mittelmeer und jetzt ist das Ganze abgebrannt.

Ihr könnt euch gerne die vielen Zeitungsartikel durchlesen, um vielleicht Storys zu erfahren, die herzzerreißend sind oder um Videos anzuschauen, die einem die unmenschliche Situation dort vor Augen führen.

Tausende Menschen, die aus Ländern kommen, wo sie sich nicht sicher gefühlt haben, dann kommen sie in dieses Lager, in dem sie auch kaum Schutz bzw. Heimat finden, wo sie keine Nahrung, keine Bildung und keine Hoffnung haben und dann wundert sich jemand, wenn die Lage eskaliert!?

Migrationsexperten nennen den Brand die „bestangekündigte Katastrophe in Europa“.

 

Deutschland, Frankreich und Norwegen sind bereit Menschen aufzunehmen, besonders auf die Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen wird gesetzt.

Die anderen EU-Staaten verbringen die Zeit bis jetzt damit, sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen.

Ob Österreich Flüchtlinge aufnehmen wird und ob Kurz das - Zitat: „Mit seinem Gewissen vereinbaren kann“, werden wir noch erfahren. In der Zwischenzeit dürfen die Menschen in Moria in Schutt und Asche darauf hoffen, dass wir Europäer noch ein Fünkchen Empathie aufbringen können.

 

-Laura

 

Aber was steckt tatsächlich hinter den Argumenten unseres Bundeskanzlers Sebastian Kurz? Alle seine Aussagen zu diesem Thema sind leider so traurig schlecht durchdacht, dass man drüber lachen könnte, wenn es nicht um das Leben tausender Menschen ginge.

 

Zu die Aufforderung, seiner geliebten Bürger Österreichs, man solle doch wenigstens 100 unbegleitete Kinder aufnehmen, lautet seine Antwort, welche durch die Schlagzeilen ging: „Nicht denselben Fehler machen wie in 2015.“ Richtig gelesen! Kinder sich aufnehmen? – Schwerer unverzeihlicher Fehler!!! Aber Kinder in lebensunwürdigen Bedingungen sich selbst überlassen – klingt ziemlich perfekt für unsere konservative und rassistische Regierung.

 

Seine weitere Besorgnis hat natürlich sein Lieblingsthema: Geld. Seiner Meinung nach wäre es besser Ausgegeben, wenn die Leute dort bleiben wo der Pfeffer wächst und ihnen ihre Finanzielle Unterstützung zugekommen lassen wird, so dass er sie nicht sehen muss. Ist das denn auch passiert? Natürlich nicht, aber nette Idee.

Recht viel mehr hat sich der ÖVP Politiker eigentlich dazu gar nicht geäußert (wurde ihm wohl zu politisch…).

 

 

Comments