Nostalgische Ängste

Manchmal, aber nur manchmal wünschte ich mir ich wäre immer noch ein Kind. Ein kleines, dummes, naives Kind, dass die Welt noch nicht versteht und sie auch nicht verstehen muss. Kind sein ist ein kleines Privileg, sie sind frei von der Ernsthaftigkeit der Realität. Sie müssen sich über Moralfragen nicht den Kopf zerbrechen, sie müssen sich nicht von den absurden Ideologen der Politik bereden lassen, sie müssen nur Kind sein.

Kinder sehen die Welt noch wie sie ist, denn sie sehen die Dinge anders, sie sehen alltägliche Dinge und sind davon begeistert, sie gehen nach draußen und haben die Zeit dazu, die kalte Wintersonne zu betrachten und sie genießen. Kinder sehen einen Stein und schon nehmen sie ihn sich, stellen sich vor es wäre ein Meteor der droht ihr Fliegendes Auto mit Raketenantrieb zu treffen, doch sie weichen geschickt aus während sie Laute von sich geben, die Erwachsene als entweder nervtötend oder herzallerliebst empfinden.

Es ist klar dass es gut ist, Erwachsen zu sein, langsam den Weg des Lebens zu beschreiten, doch er ist manchmal furchteinflößend. Man liegt mit fast 18 Jahren im Bett während die Lieblingssongs aus den Kopfhörern dröhnen und denkt darüber nach wie die Zukunft mal sein wird. Wird der Schlafrhytmus sich jemals dem Norm der Gesellschaft anpassen, wird man alleine mit drei Katzen, fünf Hunden, und einem Regenwurm einsam und alleine bleiben? Wird man jemals dazu in der Lage sein sich seine Arbeit vernünftig einzuteilen, wird man jemals diese lästigen depressiven Verstimmungen los? Was wenn man alleine sein zur Routine wird, was wenn man seine Jugend vergeudet, was wenn, was wenn, was wenn...

Fragen über Fragen die sich die Jugendlichen heutzutage stellen.

Verantwortung ist ein großer Teil des erwachsen werdens, das ist jedem klar, doch was tun wenn man mit fast 18 mal wieder keinen Plan von Nichts hat weil sich die Umstände geändert haben? Ist es das was Erwachsen sein bedeutet? Sich wie der Held einer Geschichte sich in das nächste unbekannte Abenteuer zu stürzen? Sich seinen Ängsten stellen und über die eigene Comfort-Zone blicken? Was wenn man niemals dazu in der Lage ist, was wenn alles einsam, eintönig und grau wird weil man nicht den Mut dazu hat sein Leben zu leben. Weil man Angst vor dem Unbekannten, vor der Zukunft, vom nicht mehr Kind sein hat.

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